n der Stelle einer ins 13. Jahrhundert zurückreichenden Burganlage ließ in den Jahren ab 1722 Christoph Heinrich Reichsgraf von Watzdorf, ein Minister Augusts des Starken, das barocke Schloss erbauen. Besondere Attraktionen des dreiflügeligen Bauwerkes sind die Bibliothek, der Rote Salon, der Chinesische Salon, der Speisesalon und der Wintergarten. In diesem vormaligen Repräsentationszimmer der Grafenfamilie konnten auch Teile der barocken Festaustattung bewahrt werden.

Die Schlosskapelle stammt hingegen in wesentlichen Teilen noch aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Zu ihren besonderen Schätzen gehört die 1741 gebaute Donati-Orgel.

Schloss Lichtenwalde beherbergt heute das Schatzkammer-Museum mit seinen erstaunlichen außereuropäischen Sammlungen. Diese beinhalten Kunstwerke, Alltagskultur und Ritualgegenstände aus Nepal und Tibet, Porzellan, Lackarbeiten, Möbel, Grafiken und Seidenstickereien aus China und Japan sowie westafrikanische Skulpturen, Masken und Grabbeigaben.

Darüber hinaus finden Sie im Museum Scherenschnitte aus drei Jahrhunderten. Schloss Lichtenwalde besitzt eine der größten Sammlungen dieserKunstform in Deutschland.